SSP oder RRP: Welches Protokoll passt zu Ihnen?
Das Safe and Sound Protocol und das Rest and Restore Protocol gehören zur selben Familie, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Hier erfahren Sie, worauf die jeweiligen Programme ausgerichtet sind – und wie wir gemeinsam herausfinden, was zu Ihnen passt.
Immer häufiger wird uns die Frage gestellt: Soll ich nun das SSP oder das RRP machen? Das ist eine logische und verständliche Frage, denn beide Protokolle arbeiten mit patentierter Musik und unterstützen Ihr Nervensystem. Dennoch gibt es einen wichtigen Unterschied hinsichtlich ihres Schwerpunkts. Wenn Sie diesen Unterschied verstehen, können Sie eine passende Entscheidung treffen.
Kurz gesagt: das SSP legt den Schwerpunkt vor allem auf Sicherheit und Verbundenheit, während das RRP ist eher auf tiefe Entspannung und Erholung bei Erschöpfung ausgerichtet.
Die beiden Protokolle im Vergleich
Safe and Sound Protocol
Konzentriert sich darauf, wieder Sicherheit und soziale Verbundenheit zu finden.
- Hilft dabei, aus einem Zustand der Alarmbereitschaft oder der Abschottung herauszukommen
- Mit dem Schwerpunkt auf Reizüberflutung und Anspannung
- Fördert die Verbindung zu sich selbst und zu anderen
- Wird häufig bei Angstzuständen, Traumata und Reizüberflutung eingesetzt
Rest and Restore Protocol
Stärker auf das dorsale System ausgerichtet: tiefe Entspannung und Regeneration.
- Mit Schwerpunkt auf Erschöpfung und dem Gefühl, leer oder niedergeschlagen zu sein
- Unterstützt die tiefgreifende Regeneration des Nervensystems
- Tritt häufig im Zusammenhang mit Long Covid und Burn-out auf
- Kann eine Grundlage für weitere Schritte schaffen
Das dorsale System ist der Teil Ihres Nervensystems, der bei Überforderung auf die Bremse tritt – Sie fühlen sich dann leer, müde oder abgestumpft. Das RRP ist speziell darauf abgestimmt, während das SSP allgemeiner auf Sicherheit und Verbundenheit abzielt. Übrigens profitieren auch viele Menschen mit Erschöpfungssymptomen vom SSP; es handelt sich nicht um ein Entweder-oder, sondern um eine Frage der Gewichtung. Anhand Ihres Erstgesprächs geben wir Ihnen stets eine maßgeschneiderte Empfehlung, ob das SSP oder das RRP besser zu Ihnen passt.
Sie sind sich nicht sicher, welches Protokoll zu Ihnen passt? Der Nervensystem-Check gibt Ihnen eine erste Orientierung.
Machen Sie den kostenlosen Nervensystem-CheckManchmal erst Ruhe, dann Verbindung
Ein Muster, das wir in der Praxis beobachten: Bei manchen Menschen schafft das RRP zunächst eine Grundlage der Ruhe und Sicherheit, auf der das anschließende SSP oder die gezielte Traumabehandlung besser ankommen kann. Wenn Ihr Nervensystem völlig erschöpft ist, kann es schwierig sein, sofort an Verbindung und Aktivierung zu arbeiten. Zuerst erholen, dann aufbauen – das kann dann eine logische Reihenfolge sein.
Gleichzeitig gilt dies nicht für jeden, und es gibt keinen festen Weg, der immer der richtige ist. Der eine beginnt mit dem SSP und stellt fest, dass dies genau passt, der andere profitiert eher davon, zunächst mit dem RRP zu beginnen. Deshalb betrachten wir stets gemeinsam Ihre Beschwerden, Ihre Belastbarkeit und die Signale Ihres Körpers.
Ganz ehrlich: Das RRP ist neuer
Wir möchten diesbezüglich transparent sein. Das RRP-Verfahren ist neuer als das SSP-Verfahren, und es gibt noch weniger Forschungsergebnisse dazu. Wir machen daher keine großen Versprechungen und geben im Voraus keine Garantien ab. Was wir jedoch tun, ist, Sie behutsam und individuell zu begleiten und gemeinsam zu beobachten, wie Ihr Nervensystem reagiert. Wir können die Behandlung jederzeit an Ihre Bedürfnisse anpassen.
Sie können sich auch für beides entscheiden
Sind Sie unentschlossen zwischen den beiden Optionen oder vermuten Sie, dass Ihnen sowohl tiefe Ruhe als auch mehr Sicherheit und Verbundenheit gut tun würden? Dann müssen Sie sich nicht entscheiden. Sie können sich auf einmal sowohl für das SSP als auch für das RRP anmelden. Sie erhalten dann Zugang zu den vollständigen Programmen beider Protokolle, einschließlich einer maßgeschneiderten Begleitung.
Anschließend legen wir gemeinsam fest, mit welchem Protokoll Sie am besten beginnen und in welchem Tempo wir die Intensität steigern – ganz auf Ihr Nervensystem abgestimmt. So haben Sie alles zur Hand, und wir legen den Weg nach und nach fest, je nachdem, was Sie spüren.
Melden Sie sich für SSP und RRP gemeinsam anWie wir gemeinsam entscheiden
Sie müssen diese Entscheidung nicht alleine treffen. Beim Erstgespräch schauen wir uns an, was für Sie im Vordergrund steht:
- Stehen Reizüberflutung, Angst oder Schwierigkeiten beim Aufbau von Beziehungen im Vordergrund? Dann ist das SSP-Modell oft die naheliegendste Erklärung.
- Stehen tiefe Erschöpfung, Leere oder anhaltende Müdigkeit im Vordergrund? Dann könnte das RRP besser geeignet sein.
- Sind Sie sich unsicher, oder trifft beides ein wenig zu? Dann können Sie sich für beides entscheiden, und wir besprechen gemeinsam, welche Reihenfolge am sinnvollsten ist.
So treffen Sie Ihre Entscheidung nicht auf der Grundlage einer Vermutung, sondern danach, was Ihr Nervensystem gerade benötigt – mit einer Begleitung, die Ihre Situation mitdenkt.
Kurze Fragen, kurze Antworten
Was ist der Unterschied zwischen dem SSP und dem RRP?
Das SSP konzentriert sich auf Sicherheit und soziale Verbundenheit und hilft Ihrem Nervensystem, aus einem Zustand der Alarmbereitschaft oder der Abschottung herauszukommen. Das RRP (Rest and Restore Protocol) ist stärker auf das dorsale System ausgerichtet: die tiefe Erschöpfung und das Gefühl der Leere oder des Abgestumpftseins. Beide nutzen gefilterte Musik, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.
Bei welchen Beschwerden ist RRP häufig gut geeignet?
Das RRP wird häufig als geeignet empfunden bei Beschwerden, bei denen Erschöpfung und ein Gefühl der Leere im Vordergrund stehen, wie beispielsweise bei Long Covid, Burn-out und chronischer Müdigkeit. Da es stärker auf das dorsale System abgestimmt ist, kann es dazu beitragen, tiefe Ruhe und Erholung zu fördern.
Kann ich den Kurs „RRP“ zur Vorbereitung auf den Kurs „SSP“ nutzen?
Für manche Menschen schafft RRP zunächst eine Grundlage der Ruhe und Geborgenheit, auf der SSP bzw. gezielte Traumabehandlung anschließend besser greifen kann. Ob dies für Sie die beste Reihenfolge ist, hängt von Ihren Beschwerden und Ihrem Nervensystem ab. Das werden wir gemeinsam in aller Ruhe und ohne festgelegten Ablauf im Voraus besprechen.
Kann ich mich auch für beides entscheiden?
Ja. Sie können sich in einem Schritt sowohl für das SSP- als auch für das RRP-Programm anmelden. Sie erhalten dann Zugang zu den vollständigen Programmen beider Kurse, einschließlich einer individuell abgestimmten Betreuung. Wir legen gemeinsam fest, mit welchem Protokoll Sie am besten beginnen sollten und wie wir den Aufbau auf Ihr Nervensystem abstimmen.
Welches Protokoll soll ich wählen?
Das hängt davon ab, was bei Ihnen gerade im Vordergrund steht. Stehen Reizüberflutung, Angst oder Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme im Vordergrund, dann ist oft der SSP naheliegend. Stehen tiefe Erschöpfung und Leere im Vordergrund, dann kann der RRP passender sein. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich auch für beide entscheiden. Wir betrachten Ihre Situation stets gemeinsam und geben im Voraus keine Garantien.
Gibt es bereits umfangreiche Forschungsarbeiten zum RRP?
Das RRP-Verfahren ist neuer als das SSP-Verfahren, und es gibt noch weniger Forschungsergebnisse dazu. Wir gehen offen damit um und machen keine übertriebenen Versprechungen. Was wir jedoch tun, ist, Sie behutsam und individuell zu begleiten und gemeinsam zu beobachten, wie Ihr Nervensystem darauf reagiert.
Gemeinsam herausfinden, was zu Ihnen passt
Beginnen Sie mit einem begleiteten Programm, entscheiden Sie sich für beide Protokolle zusammen oder beschäftigen Sie sich zunächst eingehend mit dem RRP.
SSP und RRP sind begleitete Hörprogramme, keine medizinische Behandlung, und immer eine Ergänzung innerhalb eines umfassenderen Betreuungsrahmens. Was für Sie geeignet ist, besprechen wir gemeinsam. Sie können nach Ihrer Anmeldung jederzeit wechseln. Es ist jedoch wichtig, dass Sie nicht sofort mit dem Anhören von „Connect“ oder der „Einführung“ beginnen, sondern zunächst das Aufnahmegespräch abwarten.
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